Ganz am Anfang waren die Marionetten-Munkler. Sie gingen auf Ritterfeste und Mittelaltermärkte und zeigten dort ihre selbstgebauten Marionetten her. Manchmal verkauften sie auch die eine oder andere an Leute die sich darüber freuten. Und dann hatten sie die Idee einen Drachen zu bauen ...

. . . also ich glaube von der ganzen Geschichte ja überhaupt kein Wort. Was? Ich? Wer ich bin? Na ich bin der Quirin! Und das, was der Drachenmann da erzählt, das ist doch nur, damit jeder glaubt, der Drache ist eine selbstgebaute Figur oder so. Soll er halt erzählen, selber schuld wenn ihr das glaubt.

 ... zu dieser Zeit, sagten die Leute noch alle Marionettenmann zu mir und nicht Drachenmann, doch dann fand ich einen Alligatorkopf. Es war natürlich kein echter Alligatorkopf, sondern nur so ein Schädel, den man im Zoogeschäft kaufen kann und den man als Dekoration in ein Aquarium legt. Er sah sehr echt aus und ich merkte sofort, dass man daraus einen Drachenkopf bauen konnte.  Ich mußte sägen, schleifen, bohren und ein Gelenk einbauen, bis der Kopf soweit war. Dann befestigte ich ihn mit Schnüren an einer langen Angel. Das hatte ich mir ausgedacht, weil eine Drachenmarionette kann man nicht mit einem normalen Spielkreuz bedienen. Es klappte sehr gut. Es fehlte noch ein Drachenkörper und weil es nur zum Ausprobieren war, bastelte ich diesen schnell aus einer Schwimmnudel. Das Ergebnis war ein zwei Meter langer Drache und er funktionierte besser als ich gedacht hatte. Ich war sehr stolz darauf. Darum rief ich meine Frau um es ihr zu zeigen. Dazu ging ich auf unserer Treppe ganz nach oben und spielte die Drachenmarionette mit der langen Angel und den Schnüren von oben herab. Durch die federnden Bewegungen der Angel bewegte sich der Drache wirklich ganz sagenhaft durch unsere Wohnzimmerluft. Auf und ab flog er und immer wilder wurde er. Ja und dann geschah es. Ein Faden riss und dann noch einer und schon flog der tolle Drachenkopf alleine durch die Luft. Leider ziemlich schnell und unaufhaltsam senkrecht nach unten ... direkt auf die steinernen, harten Fliesen unseres Wohnzimmerbodens. Peng! Betsch! Zadeng! Der Kopf zerbrach in hundert, ach was sage ich in tausend Scherben. Aus vorbei, das war es mit dem tollen Drachenkopf. Natürlich hätte ich mir wieder einen  kaufen können und wieder schleifen, bohren, sägen und ein Gelenk einbauen können, aber was taugt schon ein Kopf den man sich zerbrechen kann für eine Marionette. Gar nichts! Also faßte ich einen Plan und zwar ... hm, ich glaube das erzähl ich das nächste Mal.

Also das ist jetzt mal wieder typisch.
Immer wenn es spannend wird,
dann hört er auf.
Da bin ich mal gespannt wann es weitergeht.

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